Griffith University
Eine der beliebtesten Universitäten in Brisbane, der Hauptstadt von Queensland
Australia Student Visa
Automatisches Erteilen einer Arbeitserlaubnis für ausländische Studierende
Studieren in Brisbane
Mein Name ist Christina, ich bin 26 Jahre alt und komme aus Vorarlberg, Österreich.
Nachdem ich mein Psychologie Studium in Innsbruck abgeschlossen hatte, habe ich mich entschieden in Neuseeland ein paar Auslandserfahrungen zu sammeln.
Dort arbeitete ich für 6 Monate als Praktikantin in einer forensischen Psychiatrie und stellte fest, dass das Psychologie Training in Übersee qualitative einiges mehr zu bieten hat als in Österreich.
Somit entschied ich mich 2 Tage nach meiner Rückkehr aus Neuseeland mein Glück in Australien zu versuchen und mich an einer Universität in Brisbane für ein Master Programm, zur klinischen Psychologin zu bewerben.
Nach ein paar Tagen surfen im Internet und dem Versuch heraus zu finden,
welche Unterlagen ich für eine Anmeldung, wohin senden musste war mir klar,
dass professionelle Hilfe einiges einfacher machen würde.
Zum Glück habe ich mich dann auch auf die ‚AA education network’ homepage verirrt. Dort habe ich mich um Hilfe bemüht und sie in Manuela, meiner Studienberaterin auch gefunden. Es war überaus hilfreich nun jemand zu haben, der wusste welche Unterlagen gebraucht werden und sich mit den Universitäten direkt in Verbindung setzen konnte, vor allem weil ich mit meinen Bewerbungen recht spät dran war.
Da ich auf jeden Fall noch Anfang 2008 nach Australien wollte, musste ich mich zusätzlich noch für andere Kurse bewerben, sollte ich ins Master Studium nicht gleich aufgenommen werden, wobei mir Manuela mit ihrer Erfahrung eine weitere große Hilfe war.
Leider musste dann auch Plan B in Kraft treten, da meine Anmeldung für das Master Programm etwas zu spät eintraf und somit bin ich im Moment Studentin an der ‚Australian Catholic University’ (ACU) in Brisbane.
Die ACU ist eine recht kleine Universität im Norden von Brisbane und ist in diesem Teil von Australien vor allem für die Ausbildung von Krankenschwestern und –pflegern bekannt. Hier absolviere ich für ein Jahr ein ‚Diploma in Social Sciences’ bevor ich dann hoffentlich mein Master Programm starte.
Mein erstes Semester habe ich schon hinter mir und obwohl der Kurs nicht unbedingt was mit meinem zukünftigen Berufswunsch zu tun hat, beziehungsweise sich auch einiges wiederholt, das ich in meinem Psychologie Studium schon gelernt habe, ist dieses Jahr recht sinnvoll um zu lernen, wie Australische Universitäten so funktionieren. Und das unterscheidet sich recht merklich von dem was ich von Österreich gewohnt bin.
Einerseits ist das studieren hier einfacher und andererseits auch anspruchsvoller als in Österreich. Die Erwartungen sind ganz gewiss viel höher und der Arbeitsaufwand ist nicht zu vergleichen mit dem, was in Innsbruck verlangt wird, dafür bekommt man aber auch viel mehr Unterstützung von den Professoren.
Der erste große Unterschied hier ist aber, dass man die Professoren mit Vornamen anspricht, in meinen Vorlesungen auch interaktive mitgearbeitet und diskutiert wird und die Professoren, wenn man denn mitarbeitet sogar deinen Namen kennen. Etwas, das mir in 5 Jahren Psychologiestudium nur mit meinem Diplomarbeitsbetreuer gelungen ist.
Im Gegensatz zum Psychologiestudium in Innsbruck muss man sich hierwöchentlich auf Tutorien und Vorlesungen auf kleine Tests vorbereiten, mindestens eine Hausarbeit und am Ende eine Abschlussprüfung schreiben. Kling furchtbar, ist es aber gar nicht.
Ich für meinen Teil habe festgestellt, dass mir diese Art des Lernens viel eher liegt, als einfach nur eine riesige Endprüfung am Ende des Semesters zu schreiben. Außerdem kann man während dem Semester ganz einfach Punkte für die Endnote sammeln und muss auf das Endexamen gar nicht mehr viel lernen um gut abzuschneiden, wenn man während dem Semester seine Arbeit erledigt.
Was mich weiters positive beeindruckt hat ist, dass man klar und eindeutig gesagt bekommt, wie Hausarbeiten auszusehen habe und man in jedem einzelnen Kurs, den man dieses Semester macht wenigstens oberflächlich lernt wie man richtig zitiert und einen Literaturnachweis verfasst.
An der ACU haben sie auch für internationale Studenten ein spezielles Programm fürs erste Semester, bestehend aus 2 Kursen für das Diplom und 2 Kursen spezielle für internationale Studenten. Mein Stundenplan war also, als ich an der Uni anfing schon vorgegeben und auf dem Plan standen, außer meinen Kursen für mein Diplom ein Kurs in ‚Australian Society’ und ‚English Communication’.
Da ich wegen meinem Neuseelandaufenthalt mit meinem Englisch schon recht sicher war und auch schon ein Studium an einer westlichen Universität abgeschlossen hatte, war der ‚English Communication’ Kurs nicht ganz so spannend für mich. In diesem Kurs geht es vor allem darum sein Englisch zu verbessern, akademische Texte zu analysieren und zu lernen wie man Hausarbeiten an Australischen Universitäten schreibt.
In ‚Australian Society’ lernt man einiges über die Geschichte Australiens, die Aboriginies, Kultur, Politik und so weiter. In diesem Kurs haben wir auch die ‚Art Gallery’ und das Parlament besucht, was ich persönlich echt super fand.
Diese zwei Kurse sind verhältnismäßig leicht zu bewältigen und man bekommt da unheimlich viel Unterstützung. Man wird also nicht einfach so mit allen anderen Australiern in das Uni-Leben geschmissen und dann vergessen.
Meine Uni-Erfahrung ist also soweit ganz positiv und ich kann die ACU denjenigen, die eine kleine, familiäre Universität bevorzugen und ein ‚Undergraduate’ Studium absolvieren wollen nur empfehlen.
Was Australien, oder Brisbane, allgemein anbelangt, war mein Start etwas holpriger. Nachdem ich ja mit meinen Vorbereitungen etwas unter Zeitknappheit stand, konnte ich mein Visum nicht mehr in Österreich beantragen, sondern musste das gleich nach meiner Ankunft in Brisbane machen.
Eigentlich sollte das ganz einfach werden, weil man das als Student aus Österreich übers Internet machen kann. Laut meiner Studienberaterin gibt es auch einige Studenten, die ihr Visum dann innerhalb von 2 Tagen ohne viel Aufwand bekommen. So einfach war das bei mir leider nicht, weil entgegen aller Erwartungen ein Gesundheitscheck von mir verlangt wurde. Ich musste also, bevor ich mein Visum bekam zum Lungenröntgen und einem allgemeinen Check-up gehen und dafür auch ordentlich zahlen.
Nachdem das erledigt war, stellte die Beantragung meiner Arbeitserlaubnis, Gott sei Dank, kein Problem mehr dar. Damit komme ich aber zum zweiten negativ Punkt meiner bisherigen Australien Erfahrung: Das Bewerbungen verschicken.
Ich habe, nachdem ich meine Arbeitserlaubnis erhalten hatte, sofort angefangen mich nach passenden Jobs umzusehen und bisher sicher so um die 20-25 Bewerbungen verschickt. Alle übers Internet, da ich auch die Stellenanzeigen über verschiedene Jobsites im Internet gefunden habe.
Da ich immer noch nicht gerne mit fremden Leuten telefoniere, weil man hier nie
weiß, in welchem Akzent das Englisch der Person am anderen Ende gefärbt ist,
habe ich 99% meiner Bewerbungen per E-Mail verschickt und nur von 2 Stellen
ein Antwort Mail erhalten.
Ich denke, das lag daran, dass ich eben angegeben habe, dass ich eine internationale Studentin bin und obwohl ich jedes Mal meine IELTS Ergebnisse und Referenzen mit gesendet habe, wurde wahrscheinlich angenommen, dass mein Englisch nicht ausreichend für den Job ist.
Dass ich mittlerweile seit 2 Monaten einen Job habe, liegt daran, dass ich mich einmal überwunden habe und mich telefonisch für eine Stelle beworben habe. Dieses Mal habe ich prompt ein Vorstellungsgespräch und den Job bekommen. Mein Tipp ist also, überwindet euch und ruft bei den jeweiligen Arbeitsstellen an, falls eine Telefonnummer angegeben wird.
Ansonsten kann ich mich über meinen bisherigen Aufenthalt in Brisbane nicht beschweren.
Queensland ist zwar nicht mehr ganz der ‚sunshine state’, der er früher war (seit ich hier bin hat es fast so viel geregnet wie zu Hause), aber die Temperaturen sind jetzt im spät Herbst immer noch angenehmer als der Sommer in Österreich. Im Vergleich zu dem Teil aus Österreich, aus dem ich komme, sind die Einkaufszentren überwältigend groß und die Freizeitmöglichkeiten ausgiebig.
Und wenn einem Brisbane selbst nicht reicht und man mobil ist, hat man ja immer noch die Gold Coast mit ihren Stränden und den Vergnügungsparks.
Alles in allem, denke ich, dass ich es hier sicher noch ein paar Jahre aushalten werde.

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Studieren in Brisbane - Erfahrungsbericht



